Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Coachy und Kajabi?
Coachy ist eine deutschsprachige Kursplattform ab 35 € im Monat ohne eigene Zahlungsabwicklung. Kajabi ist eine englischsprachige All-in-one-Plattform ab 143 $ im Monat mit integrierter Zahlungsabwicklung und Newsletter-System (Stand 15.09.2026).
Coachy macht eine Sache und macht sie auf Deutsch: Kurse und Mitgliederbereiche bauen, Teilnehmende verwalten, Inhalte ausliefern. Den Verkauf übernimmt ein externer Dienstleister.
Kajabi versteht sich als komplettes Geschäftssystem und bringt Newsletter, Landingpages, Funnels, Podcast-Hosting und Coaching-Buchungen mit.
Daraus folgt der Preisunterschied und die Entscheidungslogik. Bei Coachy kaufst du eine Kursplattform und setzt die restlichen Werkzeuge selbst zusammen. Bei Kajabi kaufst du das ganze Paket und ersetzt drei bis vier Verträge durch einen.
Wie unterscheiden sich Coachy und Kajabi beim Preis?
Coachy kostet 42 € im Monat im Tarif Premium und 35 € im Monat bei Jahreszahlung. Kajabi kostet 179 $ im Monat im Tarif Basic und 143 $ bei Jahreszahlung (Stand 15.09.2026).
Die Kajabi-Beträge stehen in US-Dollar, weil Kajabi in US-Dollar abrechnet. onlinekurse-erstellen.de rechnet sie nicht um: Was auf deiner Abrechnung landet, hängt vom Tageskurs und vom Fremdwährungsentgelt deiner Karte ab. Dieser Aufschlag kommt zu den 143 $ hinzu.
Beim Coachy-Preis kommen Zusatzkurse dazu
Coachy Premium enthält 1 Kurs. Jeder weitere Kurs kostet 8 € im Monat bei Jahreszahlung und 9 € im Monat bei monatlicher Zahlung.
| Anzahl Kurse bei Coachy | Preis im Monat |
|---|---|
| 1 Kurs (Premium) | 35 € |
| 3 Kurse (Premium) | 51 € |
| 5 Kurse (Deluxe) | 65 € |
Ab fünf Kursen ist der Tarif Deluxe die günstigere Rechnung.
Die dritte Position sind die Verkaufsgebühren
Coachy selbst erhebt keine Transaktionsgebühr, verlangt für den automatisierten Verkauf aber Digistore24 oder CopeCart. Diese Anbieter behalten eine eigene Provision ein, die nicht in der Coachy-Preisliste steht.
Kajabi erhebt 0 % Plattformgebühr und wickelt über Kajabi Payments ab. Dort fallen laut der Drittquelle https://mycoachingsoftware.com/blogs/kajabi-transaction-fees-explained 2,9 % plus 0,30 $ im Tarif Basic an, dazu 1,5 % Aufschlag bei internationalen Karten.
Wie unterscheidet sich die Zahlungsabwicklung von Coachy und Kajabi?
Coachy bindet Digistore24 oder CopeCart als externen Zahlungsdienstleister ein, Kajabi rechnet über das eigene System Kajabi Payments ab.
Dieser Unterschied ist für ein deutsches Coaching-Business der praktisch wichtigste Punkt der ganzen Seite. Digistore24 und CopeCart treten als Reseller auf: Sie verkaufen in eigenem Namen, schreiben die Rechnung an deine Kundschaft, führen die Umsatzsteuer ab und zahlen dir den Rest aus.
Für Einzelunternehmerinnen ohne Steuerabteilung nimmt das Arbeit und Haftungsrisiko aus dem Alltag, besonders beim Verkauf ins EU-Ausland.
Kajabi Payments zieht das Geld ein und zahlt es aus. Die Rechnungsstellung nach deutschem Muster und die Umsatzsteuer bleiben in deiner Verantwortung. Kläre diesen Punkt mit deiner Steuerberatung, bevor du dich für Kajabi entscheidest.
Der Preis für den Coachy-Weg ist ein zweiter Vertrag und eine zweite Provision. Der Vorteil ist eine Abrechnung, die zum deutschen Markt passt, inklusive Ratenzahlung, Abo und Widerruf.
Welches Tool ist einfacher für ein kleines Coaching-Business?
Coachy ist für ein kleines Coaching-Business die einfachere Plattform, weil Coachy eine deutsche Oberfläche führt, im Einstiegstarif 1 Kurs mit unbegrenzt vielen Teilnehmenden erlaubt und 30 Tage Testzeit bietet.
Die unbegrenzte Teilnehmerzahl ist der unterschätzte Vorteil
Du kannst 40 oder 400 Menschen in denselben Kurs lassen, ohne den Tarif zu wechseln. Bei Kajabi zählt stattdessen die Kontaktzahl: 2.500 im Tarif Basic, danach kostet Growth 199 $ im Monat bei Jahreszahlung.
Die Systemmails laufen bei Coachy auf Deutsch
Deine Teilnehmenden bekommen Zugangsdaten, Passwort-Links und Hinweise auf Deutsch. Bei Kajabi laufen diese Mails auf Englisch.
Bei einer Zielgruppe ohne Berufsenglisch erzeugt jede englische Systemmail eine Supportanfrage bei dir.
Gegen Coachy spricht die Funktionsgrenze im Einstiegstarif
Automationen, Tests, Prüfungen und Zertifikate gibt es erst ab dem Tarif Deluxe für 65 € im Monat bei Jahreszahlung. Wer Zertifikate für eine Weiterbildung ausstellen will, startet also nicht bei 35 €, sondern bei 65 € im Monat.
Welche Plattform bietet mehr Funktionen für den Kursaufbau?
Kajabi bietet mehr Funktionen: Kajabi führt neben Kursen und Community auch Newsletter, Landingpages, Podcast-Hosting und Coaching-Buchungen. Coachy beschränkt sich auf Kursbereich, Mitgliederverwaltung und Landingpages.
Der Funktionsvorsprung von Kajabi ist real und trotzdem selten entscheidend. Die Frage lautet nicht, wer mehr Werkzeuge mitbringt, sondern welche Werkzeuge du in den nächsten zwölf Monaten anfasst.
Ein Coaching-Business mit einem Kurs und einer Warteliste von 200 Menschen braucht keine Funnels mit mehreren Stufen.
In drei Punkten liegt Coachy vorn
- Automatische Landingpages für den Kursverkauf.
- KI-gestützte Kursgliederung unter dem Namen COACHY AI.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung und ablaufende Download-Links.
Der letzte Punkt zählt für alle, die Arbeitsblätter und Vorlagen ausliefern und nicht wollen, dass ein Link in einer Facebook-Gruppe landet.
Bei der mobilen Nutzung gewinnt Kajabi
Kajabi stellt eine eigene Kunden-App bereit und listet eine Branded Mobile App als Funktion. Coachy liefert eine Web-App, die deine Teilnehmenden über „Zum Home-Bildschirm hinzufügen” ablegen, ohne Eintrag im App Store.
Für die meisten Kursangebote reicht dieser Weg, für ein Abo mit täglicher Nutzung ist eine echte App der bessere Rahmen.
Welche Plattform ist beim Datenschutz die sicherere Wahl?
Coachy ist beim Datenschutz die einfachere Wahl: Coachy verarbeitet laut Datenschutzerklärung in der EU und in Ländern mit EU-Angemessenheitsbeschluss und stellt den Auftragsverarbeitungsvertrag digital im Mitgliederbereich bereit. Kajabi sitzt in den USA und nennt keinen Serverstandort (Stand 15.09.2026).
Anbieter von Coachy ist die Coachy OOD mit Sitz in Bulgarien, also innerhalb der EU. Ein konkretes Hostingland nennt Coachy nicht.
Kajabi stellt ein Auftragsverarbeitungsdokument mit Standardvertragsklauseln bereit, die Verarbeitung findet aber außerhalb der EU statt.
Ob dir diese Angaben reichen, klärst du mit deiner Datenschutzberatung. Für die Praxis zählt der Unterschied im Aufwand: Den Coachy-Vertrag schließt du im Mitgliederbereich digital ab, bei Kajabi brauchst du für den Drittlandtransfer eine eigene Prüfung und Dokumentation.
Für wen lohnt sich Coachy, für wen Kajabi?
Coachy lohnt sich für Coaches, Beraterinnen und Trainer mit deutschsprachiger Kundschaft, einem bis fünf Kursen und dem Wunsch, die Abrechnung an Digistore24 oder CopeCart abzugeben.
In dieser Lage bekommst du für 35 € im Monat bei Jahreszahlung die Funktionen, die du im ersten Jahr anfasst: einen Kursbereich, unbegrenzt viele Teilnehmende, kommentierbare Lektionen und eine deutsche Oberfläche. Der Rabattcode onlinetoolkiste15 nimmt 15 % auf die erste Zahlung weg.
Coachy passt außerdem zu allen, die ihr 1:1-Coaching getrennt vom Kurs führen. Die Terminbuchung läuft bei dir ohnehin über ein Kalendertool; der Kursbereich muss sie nicht mitbringen.
Wer diese Trennung akzeptiert, zahlt für die Kursplattform 35 € im Monat bei Coachy statt 143 $ im Monat bei Kajabi, jeweils bei Jahreszahlung (Stand 15.09.2026).
Kajabi lohnt sich ab dem Punkt, an dem Marketing dein Hauptthema wird und dein Publikum Englisch versteht. Der Tarif Basic bringt 2.500 Kontakte, Newsletter, Funnels, Podcast-Hosting und Coaching-Buchungen mit.
Wer diese Bausteine heute einzeln bezahlt, rechnet Kajabi gegen die Summe seiner bestehenden Verträge und nicht gegen den Coachy-Preis. Kajabi hat auch die größeren Reserven nach oben: 100.000 Kontakte, 3 Websites und 26 Admin-Nutzer im Tarif Pro für 399 $ im Monat bei Jahreszahlung.
Für wen Kajabi im deutschsprachigen Coaching nicht passt: für alle, deren Teilnehmende deutsche Menüs brauchen, und für alle, die ihre Fixkosten in Euro planen.
Ein Wechselkurs, der die Monatsrechnung bewegt, ist für ein Business mit fünf verkauften Kursplätzen im Monat ein echtes Ärgernis.
Meine Einordnung: Dieser Vergleich hat für die Zielgruppe von onlinekurse-erstellen.de einen klaren Ausgang. Coachy gewinnt bei Preis, Sprache, Teilnehmerzahl und Abrechnung im deutschen Recht. Kajabi gewinnt bei Funktionsbreite, E-Mail-Marketing und Skalierung.
Wer zwischen beiden schwankt, beantwortet eine einzige Frage: Verkaufst du deinen Kurs, oder baust du ein Marketingsystem? Beim ersten Fall ist Coachy die günstigere und passendere Antwort, beim zweiten Kajabi.
Die Details stehen im ausführlichen Test von Coachy und im ausführlichen Test von Kajabi. Wer Coachy gegen einen zweiten deutschsprachigen Anbieter stellen will, findet den direkten Vergleich von Coachy und Memberspot.
Weitere Wechseloptionen stehen unter Kajabi-Alternativen, die zielgruppenspezifische Empfehlung unter Kursplattform für Coaches. Alle Direktvergleiche stehen unter Vergleiche, alle Einzeltests unter Tests.
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