Was braucht eine Kursplattform speziell für Coaches und Berater?
Eine Kursplattform für Coaches braucht fünf Dinge:
- Eine deutsche Oberfläche für Teilnehmende ohne Berufsenglisch.
- Eine Abrechnung, die Rechnung und Umsatzsteuer erledigt.
- Keine harte Teilnehmergrenze im Einstiegstarif.
- Zugänge für Assistenz und Buchhaltung.
- Einen benannten Datenstandort in der EU.
Coaching-Angebote unterscheiden sich von klassischen Onlinekursen in einem Punkt: Die Gruppe ist klein, der Preis je Platz hoch, die Betreuung persönlich.
Daraus folgt, was zählt. Eine Plattform mit 25.000 Kontakten im Tarif hilft dir bei zwölf Teilnehmerinnen nicht. Eine Plattform, die den Kursbereich auf Deutsch ausliefert und Zahlungen in Euro abrechnet, hilft dir jeden Tag.
Der zweite Punkt ist die Abrechnung
Verkaufst du dein Coaching-Paket in Raten, entstehen Mahnwesen, Rechnungen und Umsatzsteuer über mehrere Monate hinweg.
Coachy gibt diese Arbeit an Digistore24 oder CopeCart ab, ablefy erledigt sie selbst, Memberspot rechnet über Stripe ab und berechnet 0 % eigene Transaktionsgebühr.
Welche Plattform eignet sich für 1:1-Coaching plus Kursverkauf?
Kajabi ist die einzige Plattform im Vergleichsfeld, die Coaching-Buchungen als Kernfunktion führt. Coachy, Memberspot und ablefy listen keine eigene Terminbuchung (Stand 15.09.2026).
Damit hast du zwei Wege:
- Weg eins: Kajabi für 143 $ im Monat bei Jahreszahlung, mit Terminbuchung, Newsletter und Kursbereich in einem System, dafür auf Englisch und in US-Dollar.
- Weg zwei: eine deutschsprachige Kursplattform ab 35 € im Monat plus ein separates Kalendertool.
Bei Weg zwei zahlst du für die Kursplattform 35 € im Monat bei Coachy plus den Preis deines Kalendertools. Dieser Preis steht nicht in diesem Vergleich, weil onlinekurse-erstellen.de nur Kursplattformen prüft.
Die Gegenrechnung steht im Vergleich von Coachy und Kajabi.
Für die Kursseite gilt bei allen drei deutschsprachigen Anbietern dasselbe Muster: Der Kursbereich liefert die Inhalte aus, die Begleitung läuft über Calls, und die Verbindung stellst du über einen Link in der Lektion her.
Coachy erlaubt kommentierbare Lektionen und die Verlinkung externer Gruppen, Memberspot bringt eine Community mit Forum mit.
Was kostet eine Kursplattform für ein kleines Coaching-Business realistisch?
Ein Solo-Coach zahlt 35 bis 39 € im Monat, ein Coach mit Assistenz 65 bis 99 € im Monat und eine Coaching-Agentur 195 bis 229 € im Monat, jeweils bei Jahreszahlung und ohne die Gebühren des Zahlungsdienstleisters (Stand 15.09.2026).
Szenario 1: Solo-Coach ohne Team
Coachy Premium kostet 35 € im Monat bei Jahreszahlung und 42 € bei monatlicher Zahlung. Enthalten sind 1 Kurs und unbegrenzt viele Teilnehmende.
Über zwölf Monate sind das 420 € bei Jahreszahlung. Der Rabattcode onlinetoolkiste15 nimmt 15 % von der ersten Zahlung.
Memberspot Starter kostet 39 € im Monat bei Jahreszahlung und 49 € bei monatlicher Zahlung, also 468 € im Jahr. Der Tarif enthält 1 Kurs, 1 Lernbereich, 1 Admin und ist auf 100 Mitglieder begrenzt.
Dafür berechnet Memberspot 0 % Transaktionsgebühr, exklusive der Stripe-Gebühren.
Die Entscheidung in diesem Szenario hängt an der Teilnehmerzahl. Bis 100 Mitglieder sind beide Plattformen im Rennen, und Memberspot spart die Provision eines Resellers. Ab Mitglied 101 wird Memberspot zum Tarif Grow für 99 € im Monat, während Coachy bei 35 € bleibt.
Szenario 2: Coach mit Assistenz
Coachy Deluxe kostet 65 € im Monat bei Jahreszahlung und 78 € bei monatlicher Zahlung. Enthalten sind 5 Kurse, 5 Mitarbeiter-Zugänge, 50 Automationen und eine eigene Domain.
Über zwölf Monate sind das 780 €. Dieser Tarif ist der erste, in dem Coachy Tests, Prüfungen und Zertifikate freigibt.
Memberspot Grow kostet 99 € im Monat bei Jahreszahlung und 119 € bei monatlicher Zahlung, also 1.188 € im Jahr. Enthalten sind unbegrenzt viele Kurse, 2.500 Mitglieder, 3 Admins, die Web-App und eine eigene Domain.
Der Sprung von Szenario 1 auf Szenario 2 steht an, sobald deine Assistenz einen eigenen Zugang braucht. Memberspot Starter gibt genau 1 Admin frei, Coachy Premium nennt keine Zahl auf der Preisseite.
Plane diesen Tarifwechsel ein, bevor die erste Person im Team mit deinem Passwort arbeitet.
Szenario 3: Coaching-Agentur mit mehreren Betreuerinnen
Coachy Enterprise kostet 195 € im Monat bei Jahreszahlung und 234 € bei monatlicher Zahlung und gibt unbegrenzt viele Kurse, Mitarbeiter-Zugänge und Automationen frei.
Memberspot Scale kostet 199 € im Monat bei Jahreszahlung und 249 € bei monatlicher Zahlung, mit 10.000 Mitgliedern, 15 Admins und 2 Lernbereichen.
ablefy liegt in diesem Szenario bei 229 € im Monat für bis zu 10.000 Mitglieder und 15 Nutzer und rechnet die Zahlungen gleich mit ab: 2,7 % plus 0,50 € je Standardzahlung.
Wer als Agentur mehrere Kundenprogramme betreut und die Abrechnung nicht selbst führen will, kauft bei ablefy zwei Systeme zum Preis von einem. Die Einordnung steht im ausführlichen Test von ablefy.
Die zwei Lernbereiche bei Memberspot Scale sind für Agenturen der entscheidende Unterschied zu Coachy. Ein Lernbereich je Marke oder je Kundengruppe trennt Inhalte, Branding und Zugänge sauber voneinander.
Brauche ich als Coach einen Mitgliederbereich oder reicht ein Kursbereich?
Ein Mitgliederbereich lohnt sich, sobald du monatlich wiederkehrend abrechnest. Für einen abgeschlossenen Kurs mit Einmalzahlung reicht ein Kursbereich, wie ihn Coachy Premium für 35 € im Monat bei Jahreszahlung liefert.
Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Geschäftsmodell. Ein Kurs hat einen Anfang, ein Ende und einen Preis.
Eine Mitgliedschaft hat einen Monatsbeitrag, eine Kündigungsmöglichkeit und einen Grund, jeden Monat zurückzukommen. Dieser Grund sind neue Inhalte, Live-Calls oder eine Community.
Memberspot ist auf den zweiten Fall gebaut, mit Lernbereichen, Forum, Zertifikaten, Kopierschutz und Reporting. Die Einordnung steht im ausführlichen Test von Memberspot und im direkten Vergleich von Coachy und Memberspot.
Wer unsicher ist, startet mit dem Kursbereich. Eine Mitgliedschaft ohne Inhalteplan für zwölf Monate wird zur Belastung, sobald die ersten zwanzig Menschen jeden Monat zahlen und etwas Neues erwarten.
Welche Plattform passt zu mir, wenn ich gerade erst anfange?
Coachy passt zum Start, weil Coachy 35 € im Monat bei Jahreszahlung kostet, unbegrenzt viele Teilnehmende erlaubt und 30 Tage Testzeit bietet, die längste unter den deutschsprachigen Anbietern.
Meine Einordnung für den Start: Kaufe die Plattform für den Kurs, den du in den nächsten drei Monaten verkaufst, und nicht für das Geschäft, das du in drei Jahren führen willst.
Teuer wird es, wenn du einen Tarif buchst, dessen Grenzen du im ersten Jahr nicht ausreizt. Eine Coaching-Kundin mit zwölf Teilnehmenden braucht keine 2.500 Kontakte, keine drei Websites und kein Affiliate-Programm mit fünf Stufen.
Sie braucht einen Kursbereich, der auf Deutsch funktioniert, und eine Abrechnung, die ihre Steuerberatung akzeptiert.
Der zweite Fehler ist die falsche Reihenfolge
Viele Coaches wählen zuerst die Plattform und überlegen danach, wie das Geld hereinkommt. Drehe das um. Wenn du Ratenzahlung anbietest, entscheidet die Abrechnung über deinen Alltag, nicht der Kurs-Editor.
Coachy mit Digistore24 nimmt dir Rechnung und Umsatzsteuer ab, ablefy erledigt beides selbst, bei Memberspot läuft die Zahlung über Stripe und die Rechnungsstellung bleibt deine Aufgabe.
Der dritte Punkt betrifft den Ausstieg
Frage dich vor der Buchung: Wie komme ich wieder raus? Videos liegen bei allen vier Anbietern in deren System und werden bei einem Wechsel neu hochgeladen.
Je kleiner dein Kurs beim Start, desto billiger ist ein späterer Wechsel. Das ist ein weiteres Argument, klein zu beginnen.
Für wen Coachy beim Start nicht passt
Für alle, die schon eine laufende Mitgliedschaft mit über 100 zahlenden Menschen betreuen, und für alle, die ihre Inhalte gegen Weitergabe schützen müssen.
Der erste Fall gehört zu Memberspot Grow, der zweite ebenfalls, weil Memberspot DRM-Kopierschutz und Geräte-Fingerprint mitbringt. Für alle, die zusätzlich Live-Events mit Tickets verkaufen, ist ablefy der passendere Vertrag.
Kajabi passt zum Start nur in einem Fall: Du verkaufst an ein englischsprachiges Publikum und dein Geschäft hängt am E-Mail-Marketing. Alles andere spricht für den deutschsprachigen Weg.
Die Begründung steht im ausführlichen Test von Kajabi und unter Kajabi-Alternativen. Alle Einzeltests stehen unter Tests, die Empfehlungen nach Situation unter Für wen.
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