Was ist der wichtigste Unterschied zwischen ablefy und Kajabi?
ablefy, ehemals elopage, ist ein deutscher Anbieter mit Sitz in Deutschland, der Zahlungsabwicklung inklusive Rechnungen und Steuern übernimmt. Kajabi ist ein US-Anbieter, der Kurse mit Newsletter und Marketing bündelt und ab 143 $ im Monat bei Jahreszahlung kostet (Stand 15.09.2026).
Der Unterschied liegt in der Frage, welchen Teil deines Geschäfts die Plattform abnimmt.
- ablefy nimmt den kaufmännischen Teil ab: Zahlungen einziehen, Rechnungen schreiben, Umsatzsteuer ausweisen, Mahnungen versenden, Affiliate-Provisionen abrechnen.
- Kajabi nimmt den Marketing-Teil ab: Newsletter, Landingpages, Funnels, Podcast, Coaching-Buchungen.
Beide Plattformen hosten Kurse, Mitgliederbereiche und Communitys, beide haben eine integrierte Zahlungsabwicklung. Der Rest ist eine Entscheidung über den Markt: ablefy führt eine deutsche Oberfläche, Kajabi ausschließlich eine englische.
Was ist aus elopage geworden?
elopage heißt seit der Umbenennung ablefy und ist unter ablefy.io erreichbar. Anbieter ist die ablefy GmbH mit Sitz in Deutschland. Bestandskonten laufen unter dem neuen Namen weiter.
Diese Umbenennung ist der häufigste Stolperstein bei diesem Vergleich. Wer nach Erfahrungsberichten zu elopage sucht, findet Texte zu einem Preismodell mit den Tarifnamen Essential, Advanced, Pro und Premium. Diese Tarife existieren nicht mehr.
ablefy verkauft heute zwei Pläne: Sell für 27 € im Monat ohne Kurs- und Mitgliederfunktion sowie Create & Sell ab 59 € im Monat mit Kursen, Memberships und Community. Der Preis von Create & Sell staffelt sich nach Mitgliederzahl, nicht nach Funktionsumfang.
Wer sich in sein bestehendes Konto einloggen will, findet den Zugang über die Herstellerseite: ablefy.io aufrufen (Partnerlink). Die vollständige Einordnung steht im ausführlichen Test von ablefy.
Wie unterscheiden sich ablefy und Kajabi beim Preis inklusive Transaktionsgebühren?
ablefy kostet 59 € im Monat im günstigsten kursfähigen Tarif und rechnet zusätzlich 2,7 % plus 0,50 € je Standardzahlung ab. Kajabi kostet 143 $ im Monat bei Jahreszahlung und erhebt 0 % eigene Plattformgebühr, dafür Zahlungsgebühren über Kajabi Payments (Stand 15.09.2026).
Die beiden Grundpreise sind nicht direkt vergleichbar, weil die Währungen verschieden sind. onlinekurse-erstellen.de rechnet Kajabi-Preise nicht in Euro um: Der Betrag auf deiner Abrechnung hängt vom Tageskurs und vom Fremdwährungsentgelt deiner Karte ab.
Rechne diesen Aufschlag zu den 143 $ hinzu, bevor du die Zahlen nebeneinander stellst.
Bei den Zahlungsgebühren liegen beide näher beieinander
ablefy nennt 2,7 % plus 0,50 € offen auf der Preisseite. Kajabi wirbt mit 0 % Plattformgebühr und verweist die Zahlungsabwicklung an Kajabi Payments.
Dort fallen laut der Drittquelle https://mycoachingsoftware.com/blogs/kajabi-transaction-fees-explained 2,9 % plus 0,30 $ im Tarif Basic bis 2,7 % plus 0,30 $ im Tarif Pro an, dazu 0,7 % bei Abo-Zahlungen und 1,5 % bei internationalen Karten. Eine deutsche Karte zählt bei einem US-Anbieter als internationale Karte.
Bei einem Kurspreis von 500 € zieht ablefy 14,00 € je Verkauf ab. Kajabi liegt bei Basic mit 2,9 % plus dem Aufschlag für internationale Karten rechnerisch höher, sobald deine Kundschaft aus dem Euroraum zahlt.
Die Angabe von 0 % Transaktionsgebühr bezieht sich bei Kajabi auf die Plattform, nicht auf den Zahlungsweg.
Der zweite Preisunterschied steckt in der Staffelung
| Anbieter | Staffelung |
|---|---|
| ablefy | 150 Mitglieder für 59 €, 3.000 für 119 €, 10.000 für 229 €, unbegrenzt ab 397 € |
| Kajabi | 5 Produkte und 2.500 Kontakte in Basic, 50 Produkte und 25.000 Kontakte in Growth für 199 $ |
Wer eine große Newsletter-Liste ohne viele zahlende Mitglieder hat, fährt bei ablefy günstiger. Wer viele zahlende Mitglieder und eine kleine Liste hat, verschiebt die Rechnung in Richtung Kajabi.
Welche Plattform ist DSGVO-freundlicher?
ablefy ist die DSGVO-freundlichere Plattform: ablefy gibt Europa als Hostingstandort an und ist eine GmbH mit Sitz in Deutschland, während Kajabi als US-Anbieter keinen Serverstandort öffentlich nennt (Stand 15.09.2026).
Kajabi stellt ein Auftragsverarbeitungsdokument mit Standardvertragsklauseln bereit. Damit ist der Einsatz vertraglich geregelt, die Daten verlassen aber die EU.
ablefy nennt laut eigener Angabe DSGVO-konforme Prozesse und Hosting in Europa. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist auf der geprüften Seite nicht ausdrücklich erwähnt.
Ob dir eine Angabe auf Länderebene genügt oder ob du ein konkretes Rechenzentrum brauchst, klärst du mit deiner Datenschutzberatung.
Für Ausschreibungen bei Behörden, Kliniken und Kanzleien ist der Unterschied praktisch entscheidend: Eine Angabe „Europa” lässt sich in einem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten eintragen, eine fehlende Angabe nicht.
Wie unterscheiden sich ablefy und Kajabi bei Kursen und Community?
Beide Plattformen liefern Kurse, Mitgliederbereiche und Community. Kajabi ergänzt Newsletter, Podcast-Hosting und Coaching-Buchungen, ablefy ergänzt Affiliate-Programme mit bis zu 5 Stufen, E-Ticketing für Events und Zertifikate.
Die Team-Grenzen fallen unterschiedlich aus
ablefy gibt 5 Nutzer im Tarif für 59 € im Monat frei, Kajabi 2 Admin-Nutzer im Tarif Basic. Wer mit Assistenz und Buchhaltung arbeitet, hat bei ablefy im Einstiegstarif Luft, bei Kajabi nicht.
Bei der mobilen Nutzung liegt Kajabi vorn
Kajabi bringt eine Kunden-App mit und listet eine Branded Mobile App als Funktion. ablefy liefert einen mobiloptimierten Kundenbereich.
Eine eigene App im App Store gibt es bei ablefy nur als kostenpflichtiges Add-on ab etwa 247 € im Monat zusätzlich. Wenn dein Angebot eine App im Store braucht, verschiebt dieses Add-on die Preisrechnung deutlich.
Für wen lohnt sich der deutsche Anbieter, für wen der internationale?
ablefy lohnt sich für Anbieter, die im deutschsprachigen Raum verkaufen und die kaufmännische Abwicklung abgeben wollen. Der Fall ist eindeutig, wenn drei Dinge zusammenkommen:
- Deutschsprachige Kundschaft.
- Verkauf mit Ratenzahlung oder Abo.
- Der Wunsch, Rechnungen und Umsatzsteuer nicht selbst zu bauen.
ablefy zieht das Geld ein, schreibt die Rechnung, verwaltet Mahnungen und rechnet Affiliates ab. Diese Arbeit fällt sonst bei dir oder bei deiner Buchhaltung an, und 2,7 % plus 0,50 € je Zahlung sind dafür ein nachvollziehbarer Preis.
Wer zusätzlich als Reseller abrechnen lässt, gibt für 2,5 % plus 1,00 € zusätzlich auch die Steuerfrage ab.
ablefy ist außerdem die Wahl bei Events und bei Affiliate-getriebenem Verkauf. E-Ticketing und ein fünfstufiges Affiliate-Programm sind Funktionen, die Kajabi in dieser Form nicht führt. Wer seine Kurse über Partner verkauft, findet bei ablefy die passende Mechanik ab dem Einstiegstarif.
Kajabi lohnt sich für Anbieter mit englischsprachigem Publikum und großer E-Mail-Liste. Der Tarif Basic bringt 2.500 Kontakte und das komplette Marketing-Werkzeug mit, sodass ein separates Newsletter-Tool entfällt.
Wer heute drei getrennte Abos für E-Mail-Versand, Landingpages und Terminbuchung bezahlt, ersetzt diese drei Verträge durch einen. Was die drei Abos kosten, steht nicht in diesem Vergleich, weil onlinekurse-erstellen.de nur Kursplattformen prüft.
Diese Rechnung trägt allerdings nur, wenn du das Marketing-Werkzeug auch benutzt. Für den reinen Kursverkauf zahlst du bei Kajabi für Funktionen mit, die ungenutzt bleiben.
Für wen keine der beiden Plattformen passt: für Coaches mit einem einzigen Kurs und einer Handvoll Teilnehmender. 59 € im Monat bei ablefy und 143 $ im Monat bei Kajabi sind für diesen Start zu viel.
Coachy beginnt bei 35 € im Monat und deckt genau diesen Fall ab. Die Einordnung steht unter Kursplattform für Coaches und im Vergleich von Coachy und Kajabi.
Meine Einordnung nach Datenlage: Für den deutschsprachigen Markt gewinnt ablefy diesen Vergleich, und zwar nicht knapp. Deutsche Oberfläche, Euro-Abrechnung, Sitz in Deutschland, Hosting in Europa und die Übernahme der Rechnungsstellung sind fünf Vorteile, die Kajabi mit Funktionsbreite nicht ausgleicht.
Kajabi bleibt die bessere Wahl, sobald dein Publikum englischsprachig ist und Marketing-Automation dein Hauptthema wird.
Der ausführliche Einzeltest von Kajabi zeigt die Limits im Detail. Weitere Optionen für den Wechsel stehen unter Kajabi-Alternativen, alle Direktvergleiche unter Vergleiche.